Wem du hilfst

Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt

Mit unserer finanziellen Hilfe unterstützen wir PEDER bei den Bemühungen um Integration der Kinder und Jugendlichen, damit diese eine lebenswerte und menschenwürdige Zukunft aufbauen können.

Die Lebenssituation

Viele junge Menschen wachsen unter schwierigen Bedingungen auf

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Die Situation von Grossteilen der Bevölkerung in der Stadt Bukavu ist prekär. Viele leben in bitterer Armut, haben kaum Möglichkeiten einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Der Alltag von vielen Menschen besteht aus dem Organisieren von Verpflegung für sich und ihren Familien, oft durch Tauschhandel. Die Situation hat sich verschärft seit dem Einmarsch der Rebellen M23 im Februar 2025. Es herrscht grosse Unsicherheit und ein grosses Misstrauen. Gewaltausbrüche nehmen zu.

Die katastrophale Situation in der Stadt wirkt sich verheerend auf Kinder und Jugendliche aus: 

  • Familiäre Konflikte auf Grund der prekären Situation nehmen zu, familiäre
    Strukturen zerbrechen.
  • Kinder brechen oft den Schulbesuch ab – den Eltern fehlt oft das Schulgeld für den Schulbesuch
  • Lesen, Schreiben, Rechnen – vielen Kindern fehlen diese Grundkenntnisse
  • Sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Frauen, auch in der eigenen Familie.
  • Frauen bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Prostitution und sind ihren Freiern schutzlos ausgeliefert
  • Vorwürfe der Hexerei
  • Jugendliche landen vermehrt auf der Strasse, finden Anschluss in Gangs, werden kleinkriminell
  • Werden ausgebeutet durch schlecht bezahlte, oft sehr harte körperliche Arbeit oder werden als Kindersoldaten rekrutiert

Vor Ort

PEDER – Programme d’Encadrement des Enfants de la Rue (Programm zur Wiedereingliederung von Strassenkindern)

PEDER unterstützt rund 650 Kinder und Jugendliche in Bukavu. In den 4 Zentren (Muhumba, Kadutu, CTEO, Bagira – siehe Karte) wird z.B. Schulwissen vermittelt (Mathematik, Lesen, Schreiben). Daneben erlernen die Kinder/Jugendlichen ein Handwerk (bis hin zum anerkannten Fachausweis), wodurch sie später eine Basis haben für eine Erwerbsarbeit, mit der sie ihren eigenen Lebensunterhalt und weiterer Familienmitglieder bestreiten.

Seit 1989 engagiert sich PEDER für die Wiedereingliederung von Kindern und Jugendlichen. PEDER wird von einem Team von sehr engagierten Menschen aus der Region geführt, welche das Konzept entwickelt und die Arbeit durchführen. Leiter von PEDER ist seit Jahren Thomas d’Aquin Rubambura Viele Familien können sich den Schulbesuch der Kinder nicht leisten. Schulabbrüche sind häufig. Die Schulbildung vieler Kinder und Jugendlicher ist mangelhaft. Sie schlagen sich mit informeller Arbeit durch. Es droht das Leben auf der Strasse,
Abgleiten in Kleinkriminalität, Prostitution oder die Rekrutierung als Kindersoldaten. Flüchtlinge verfügen über keine funktionierenden Familienstrukturen, bestehende Strukturen zerbrechen wegen der schwierigen Lebenssituation, es kommt zu Spannungen und Konflikten innerhalb der Familien. 

PEDER….

  • betreibt in Bukavu in verschiedenen Stadtteilen 4 Zentren, die als Basis ihrer Arbeit dienen.
  • unterrichtet Kinder/Jugendliche in Basisfächern wie Sprache (Französisch), Schreiben und Rechnen. Bildung ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit
  • bietet Jugendlichen Ausbildungsmöglichkeiten an als:
    Coiffeurinnen
    Schneiderinnen
    Automechaniker/innen
    Schuhmacher/innen
    SchreinerInnen
    KöchInnen
  • hilft Jugendlichen nach Abschluss der Ausbildung bei der Arbeitssuche oder beim Aufbau eines eigenen Geschäfts und unterstützt sie bei auftauchenden Problemen
  • bietet Psycho-soziale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen zur Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen
  • vermittelt bei familiären Konflikten, damit Kinder und Jugendliche wo möglich reintegriert werden können und nicht auf der Strasse leben müssen
  • bietet medizinische Betreuung der Kinder und Jugendlichen in den Zentren an. Wenn nötig Überweisung in öffentliche Spitäler der Stadt
  • unterstützt Frauengruppen im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe damit ihre Kinder die öffentlichen Schulen besuchen können
  • initiiert und begleitet Gesprächsgruppen von Männern und Frauen und deren Kinder zu Themen wie Rollenverständnis, Aufgaben von Eltern/Männern/Frauen in der Familie oder Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen
  • hilft wo möglich Familien bei der Reintegration ihrer Kinder in die öffentlichen Schulen der Stadt
  • arbeitet mit Hilfswerken zusammen, welche die Arbeit unterstützen, begleiten und kontrollieren, so u.a.:

Andere Hilfswerke

Weitere Informationen

Misereor:           Hilfswerk des Deutschen Fastenopfers in Aachen (Deutschland)      www.misereor.de

Sign of Hope     Evang. Hilfswerk, Konstanz www.hoffnungszeichen.de